Teewärmer „Día de los Muertos“

Die Tage werden länger, die Abende kühler – beste Teetrinkzeit! Und da die Kanne beim abendlichen Nähen oder Lesen schnell kalt wird, habe ich ihr eine zur Saison passenden Haube genäht.

Die Verzierung ist vom mexikanischen „Día de los Muertos“ inspiriert, dem mexikanischen Allerseelen, das Anfang November gefeiert wird. Mit Halloween kann ich persönlich nicht viel anfangen, der mexikanische Totentag gefällt mir aber irgendwie mit seiner Fröhlichkeit und kreativen Dekoration, allem voran natürlich den schaurig-bunten Totenköpfen aus Zucker.

Auf dem Blog von Erika Mulvenna habe ich hierzu ein schönes Tutorial zur Herstellung von Untersetzern gefunden, mit dem ich auch endlich die Freihandquilt-Funktion an meiner neuen Nähmaschine ausprobieren wollte.

Wie von Erika gezeigt, habe ich mir eine Schablone für zwei Zuckerschädel erstellt und damit vier Quadrate im Maß 14×14 cm verziert.

Noch etwas wackelig, aber für den Anfang war ich damit ganz zufrieden.

Sobald die Quadrate fertig waren, ging es ans Zusammensetzen des Teekannenwärmers. Dabei habe ich ich mich an der Anleitung von Kristin Esser orientiert, die eine kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung für ihr „Patchwork Tea Cozy“ veröffentlicht hat.

Dabei wird zuerst die Teekanne ausgemessen, um eine passende Schablone zu erstellen. Auf dieser Basis schneidet man zwei Außen- und zwei Innenfutter-Stücke zu, die nach Lust und Laune verziert werden können. Zur Wärmeisolation dient Füllwatte-Vlies. Die drei Lagen werden als Quilt-Sandwich aufeinander gelegt und der untere Saum geschlossen. Das Innenfutter wird dann um 180° weggeklappt und die zwei Seiten des Teewärmers werden rechts auf rechts aufeinander gelegt. Wer möchte, kann zusätzlich noch eine Lasche zwischen den beiden Außenstoff-Lagen einfügen.

Nun wird einmal um den Rand herum abgesteppt, wobei eine kleine Lücke zum Wenden auf rechts gelassen wird.

Nahtzugaben zurückschneiden und versäubern, das gute Stück wieder auf rechts drehen, die Lücke von Hand verschließen, das Innenfutter nach innen stecken und gegebenenfalls mit ein paar Stichen fixieren, und fertig ist der Teewärmer!

Die verwendeten Stoffe, einschließlich der Samtborte mit den Pailetten, stammten aus der Restekiste. Der mexikanische Webstoff war noch vom Sommer übrig geblieben, als ich daraus einfache viereckige Kissenüberzüge für ein paar doch schon etwas in die Jahre gekommene Gartenstuhlkissen genäht habe. Ihr habt einen der Stoffe vielleicht auch schon im Stricknadeletui bemerkt…

Die Stuhlkissen sind jetzt erst einmal für den Winter eingemottet worden, der Teewärmer hat dagegen Hochsaison. Jedenfalls noch so lange, bis endgültig die Kerzen- und Stövchen-Zeit beginnt!

Und zu guter Letzt noch ein Zitat von der englischen Wikipedia-Seite zu Teewärmern:

Never trust a man who, when left alone in a room with a tea cosy, does not try it on.

Billy Connolly
Das werden wir bei Gelegenheit einmal unauffällig testen…

In diesem Sinne, viele goldene Oktobergrüße!

Eure Eva


Verlinkt bei Du für Dich am Donnerstag #179 und Creativsalat.

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