Morgenland-Montag: Muli Paratha mit Mairübchen

Parathas sind indische Pfannkuchen, die es in vielerlei Variationen gibt und die jederzeit und zwischendurch gegessen werden können. Oft kommen sie gefüllt daher, wobei beim Inhalt der Fantasie nahezu keine Grenzen gesetzt sind: es gibt sie mit Kartoffeln, Käse, Kohl, Blumenkohl, Spinat, zerlassener Butter… oder mit Rettich als Muli Paratha, welche ich besonders lecker finde.

Als ich vor ein paar Jahren in Indien bei der Familie meines Freundes zu Besuch war, hat die Köchin, Gudiya, mir die Zubereitung gezeigt. Vor allem das Ausrollen ist etwas knifflig. Ich glaube, auch wenn sie sich nichts anmerken ließ, hielt Gudiya mich für ziemlich ungeschickt! Aber keine Sorge, wenn der Teig beim Ausrollen über der Füllung leicht einreißt, ist das nur fürs Auge und die Koch-/Köchinnenehre schlimm, man kann die Parathas trotzdem gut braten und genießen. Und wenn sie bei einem Anfänger noch etwas dick ausfallen, macht das auch nichts.

Der richtige weiße Rettich für Muli Parathas ist momentan noch nicht an den Gemüsetheken zu finden, aber tatsächlich eignen sich auch die in Hülle und Fülle verfügbaren Mairübchen ganz gut für dieses Rezept. Die Parathas schmecken prima zu Naturjoghurt und sind meistens weggefuttert, bevor sie eine Chance hatten, an der frischen Luft kalt zu werden…


Mairübchen-Parathas

Ergibt 10 Stück


Zutaten:

Für die Füllung:

  • 3 Mairübchen
  • 2 EL Rapsöl
  • 1/2 TL Kreuzkümmel (ganz)
  • 1 Knoblauchzehe (fein gehackt)
  • 1 cm Ingwer (fein gehackt)
  • 1 grüne Chili (fein geschnitten)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Garam masala Pulver
  • Spritzer Zitronensaft
  • einige Blätter Koriander (fein gehackt)

Für den Teig:

  • 300g Mehl (Chapati Atta oder Weizenvollkornmehl)
  • 3 EL Rapsöl
  • 150 ml kaltes Wasser
  • 1/2 TL Salz
Zubereitung:
  • Zuerst die Füllung zubereiten. Hierfür die Mairübchen waschen und putzen und das Grün abschneiden. Die Rübchen mit einer Küchenraspel grob reiben. Blätter und Strünke können ebenfalls verwendet werden – welke Blätter aussortieren, den Rest fein hacken.
  • Öl in einer Pfanne erhitzen und Kreuzkümmel dazugeben. Sobald die Kümmelsamen anfangen zu knistern, Ingwer und Knoblauch hinzugeben und kurz mitbraten.
  • Geriebene Mairübchen und Rübengrün in die Pfanne geben. Chili hinzufügen (für reduzierte Schärfe vor dem Kleinschneiden das Kerngehäuse entfernen). Salz und Garam masala hinzufügen. Hitze etwas reduzieren und für ca. 15 Minuten unter häufigem Wenden anbraten. Die Mischung sollte anbräunen und möglichst trocken werden – je trockener, desto einfacher geht später das Ausrollen.
  • Zitronensaft und Koriander hinzugeben, erneut gut umrühren und den Herd ausschalten. In der Restwärme möglichst viel restliche Flüssigkeit verdampfen lassen, während des Abkühlens gelegentlich wenden und anschließend in eine Schale füllen und beiseite stellen.

In der Zwischenzeit den Teig zubereiten:

  • Dafür Mehl und Salz in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken.
  • Öl in die Mulde schütten und mit den Fingern leicht mit dem Mehl verquirlen. Das Wasser schrittweise hinzufügen und mit den Fingerspitzen einkneten, bis ein geschmeidiger, nicht zu trockener Teig entsteht.
  • Den Teig auf der Arbeitsplatte zu einem dünnen Strang ausrollen und in 10 gleiche Stücke unterteilen.
  • Für jede Paratha eins der Stücke zuerst zu einer Kugel formen und mit dem Nudelholz zu einem ca. 10 cm messenden Kreis ausrollen. Einen guten Teelöffel Füllung in die Mitte des Kreises setzen. Den Rand zur Mitte hin über der Füllung zusammenfalten, dabei darauf achten, dass möglichst wenig Luft eingeschlossen wird. Die Teigränder mit den Fingern gut andrücken und die gefüllte Tasche flach drücken. Anschließend mit dem Nudelholz vorsichtig weiter so dünn wie möglich ausrollen.

Alternativ die Füllmethode aus Gudiyas Masterclass (die Füllung war in diesem Fall Blumenkohl):

  • Als nächstes die Pfanne trocken auswischen, wieder auf den Herd stellen, mit einem Klecks Öl einreiben und hoch erhitzen.
  • Darin die Parathas kurz und kräftig von beiden Seiten anbraten, bis die Oberfläche knusprig ist und kleine braune Flecken bekommen hat. (Wenn man während des Bratens mit einem Spatel fest auf die Parathas drückt, sollten sie sich ein wenig aufblasen.) Zwischendurch die Pfanne auswischen und mit wenig Öl nachfetten. Auf diese Weise schrittweise alle 10 Parathas braten.
  • Die Parathas warm mit Naturjoghurt und Kreuzkümmelpulver servieren.

Guten Appetit!

Eure Eva

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