Ein Ferienflieger fürs Wohnzimmer

Dieses Wochenende hatte ich wieder mal einen „Ob das wohl funktioniert…?“-Moment und konnte nicht aufhören, bis ich die Idee getestet hatte.

Ich hatte zwei Styroporplatten herumliegen, die in Pizzakartons aus dem Kühlregal mit dabei waren.  Außerdem fliegt in unserem Wohnzimmerfenster schon seit längerer Zeit ein kleines gekauftes Styroporflugzeug jeden Tag einsam in den Sonnenuntergang.

Die Idee war nun, aus den Styroporplatten einen weiteren Flieger zu basteln… oder am besten gleich eine ganze Ferienflieger-Flotte…

Styroporflugzeug
Ein kleines Flugzeug aus einem Souvenirladen, das einsam am Fenster hängt…
Styropor zum Flugzeug-Basteln
… und eine Styroporplatte aus dem Pizzakarton!

Bei Pinterest (Pinwand: Klick!) gibt es viele Vorlagen für kleine Flugzeuge dieser Art. Ich habe den Umriss meines Souvenir-Fliegers abgewandelt, damit er einem großen Passagierflugzeug ähnelt. Hatte ja schließlich vor, meine eigene Ferien-Airline zu gründen…

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Mit wasserfestem Marker auf den Pizzakarton übertragen…

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Ausschneiden (leider hatte ich keinen Cutter, der hätte das Ganze sehr erleichtert)…

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Und probeweise schon einmal zusammengebaut… passt!

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Nun brauchte die Karosserie noch ein bisschen Farbe… Acrylfarbe, um genau zu sein.

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An dieser Stelle kam mir auch die Idee, mein kleines Flugzeug in den Dienst der Luftpost zu stellen, die mir immer so liebe Briefe von meinen Freunden in der Heimat bringt.

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Finishing touches: Propeller! Stilecht (und mit Erlaubnis) ausgeschnitten aus einer Titelseite der „AeroSpace“, die hier aufgrund des Jobs meiner besseren Hälfte stapelweise herumliegt.

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Um die Propeller am Styroporflugzeug zu befestigen, hatte ich zuerst an Stecknadeln gedacht, aber keine passenden Nadeln mit dicken Köpfen gefunden. Also habe ich eine Büroklammer in L-förmige Drahtstücke zerschnitten und diese kleinen Häkchen dafür benutzt, die Propeller „einzuhängen“.

Hier sieht man das Büroklammer-Stück.

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Zuletzt habe ich noch einen dünnen Faden am Flugzeug befestigt, damit es am Fenster aufgehängt werden kann.

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Und fertig! Hier ist das kleine Postflugzeug aus Pizza-Styropor. So macht Recycling Spaß 😉

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Ferienflieger2

Ich stelle mir vor, dass so eine Flugzeugbastelei auch Kindern großen Spaß machen könnte. Lust bekommen?

Anleitung für den Flieger:

Du brauchst:
  • Eine Styroporplatte oder Papp-Platte (ca. 4 mm dick), ca. DIN A4 Format
  • 1 Blatt dunkles starkes (ca. 100 g/ m2) Papier für die Propeller – wiederverwertetes Papier eignet sich gut
  • Vorlage – hier oder vom Pinterest-Board herunterladen
  • Folienstift
  • Schere und Cutter
  • Schnittunterlage
  • Acrylfarbe und Pinsel zum Bemalen
  • Sticker, Washi-Tape, Collagematerial, etc, zum Dekorieren
  • 3x Stecknadeln mit dickem Kopf oder 2x Büroklammern und eine Kneifzange, um die Büroklammer zu zerschneiden
  • dünner Faden zum Aufhängen
  • Nähnadel

Die Vorlage für den Flieger auf die Styroporplatte übertragen. Vorlage für Propeller ein- bis dreimal auf das Papier übertragen (je nachdem, was für eine Maschine du basteln willst).

Mit Cutter und Schere ausschneiden.

Einzelteile zusammensetzen, um sicherzustellen, dass alles passt und die Flügellöcher richtig sitzen. Ggf. nachbessern.

Wieder auseinanderbauen und die Teile bemalen! Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Außer mit Farbe kann das Flugzeug mit Aufklebern, ausgeschnittenem Papier, Klebeband, und vielem mehr dekoriert werden.

Alles gut trocknen lassen. Flugzeug wieder zusammenbauen.

Die Propeller mit Stecknadeln (oder, wie oben beschrieben, mit L-förmigen Drahtstücken, die man durch Zerschneiden einer Büroklammer herstellen kann) am Flugzeug befestigen. Falls man das Flugzeug für oder mit Kindern bastelt und scharfe Kanten vermeiden will, kann man die Propeller auch mit etwas Flüssigkleber ankleben.

Zum Schluss den Faden am Flugzeug befestigen. Dazu erst den Mittelpunkt des Flugzeugs identifizieren – also den Punkt entlang des Rumpfes, an dem das Flugzeug schön gerade ist und weder im Steil- noch im Sturzflug hängt (außer, man beabsichtigt das). Hierzu kann man den Faden erst einmal „temporär“ mit etwas Tesafilm am Flugzeug befestigen und hin- und herbewegen, bis man den Mittelpunkt gefunden hat, oder (etwas schneller) das Flugzeug auf dem Zeigefinger ausbalancieren.

Hier seht ihr, was ich meine:

Wenn man den richtigen Punkt gefunden hat, den Faden auf die Nähnadel fädeln und den Faden so durch den Flugzeugrumpf ziehen (etwa einen halben Zentimeter von der Kante entfernt). Faden gut verknoten.

Falls das Flugzeug nun nach einer Seite Schlagseite hat, es aber gerade fliegen soll, kann man dies ausgleichen, indem man kleine Stücke Klebeband unter den entgegengesetzten (hochstehenden) Flügel klebt oder kleine Gewichte, wie z.B. Stücke einer Büroklammer, seitlich in den Flügel steckt.

Fertig! Guten Flug!

 

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