Nützliche Reste-Rollen

Pinselrolle aus Stoffresten

Im letzten Heimaturlaub durfte ich mir im ehemaligen Kinderzimmer meines Bruders ein Bastelatelier einrichten. Dort stehen jetzt Farbtöpfe, Pinsel, Papierrollen und die Nähmaschine startklar und laden jederzeit dazu ein, auch an einem kurzen Abend noch etwas Kreatives zu produzieren. Zum Beispiel diese Rolle als Etui für Stricknadeln, im „Omas Schätze“-Look.

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Das schnelle Resteverwertungs-Projekt besteht aus einem ausrangierten Leinen-Geschirrtuch, weißem Leinenstoff und verschiedenen Spitze-Resten – blauer Spitze von einem Kissenbezug, einer Häkelspitzen-Borte (die einmal an einem Schrankbrett hing) und „Bommelchenspitze“ von Nanu Nana.

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Für die Außenseite habe den blauen Spitzenstreifen auf das Geschirrtuch aufgenäht und durch zwei als Knopflöcher eingefasste Schlitze gefädelt, damit das Monogramm auf dem Geschirrtuch zur Geltung kommt. Die blaue Spitze hat auch ein Knopfloch bekommen, um am Ende die Rolle zusammenzuhalten.

 

F. S. hat leider keinen Familienbezug. Ich fand das Monogramm trotzdem schön, für mich steht es für Frohes Schaffen!

Dazu kam dann der innere Teil aus weißem Leinenstoff, auf den ich eine „Taschenleiste“ aus dem selben Leinenstoff und zwei Streifen der Häkelspitze aufgenäht habe. Die Häkelspitze ist dekorativ, aber auch praktisch, weil man die Nadeln durch die unterschiedlich großen Löcher fädeln und so fixieren kann.

 

Am Ende habe ich die beiden vorbereiteten Seiten mit der schönen Seite nach innen aufeinandergelegt, am Rand bis auf eine kleine Aussparung zusammengenäht und anschließend auf die richtige Seite umgekrempelt. Etwas aufbügeln, zusammenrollen, an der geeigneten Stelle einen Knopf befestigen, mit der Bommelchenspitze abfassen und fertig!

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Im Nachhinein war es vielleicht nicht die beste Idee, sowohl für die Außen- als auch für die Innenseite relativ schwere Leinenstoffe zu verwenden, da der Saum dadurch doch ziemlich dick geraten ist und die Rolle nie ganz ordentlich zugeht. Man lernt immer dazu… Trotzdem ist sie sehr nützlich und meine Stricknadeln (oder besser die deutsche Hälfte davon, die andere liegt ja hier in England immer noch wild durcheinander in einem Korb) sind darin schön der Größe nach sortiert aufgehoben. Als Nebeneffekt der neuen Ordentlichkeit habe ich gemerkt, dass ich es schon geschafft habe, Nadeln zu verlieren… beim Einsortieren sind etliche Einzelnadeln aufgefallen…

Hier ist noch eine andere Rolle, die ich schon im letzten Jahr genäht habe – für Pinsel:

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Sie ist auf der Innenseite aus dem gleichen weißen Leinenstoff, den ich für die Nadelrolle verwendet habe, mit denselben aufgenähten Taschen und in diesem Fall einem Gummiband zum Fixieren der Pinsel.

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Auf der Außenseite ist die Pinselrolle aus einem Seiden-Saristoff.

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Die 3,5 Meter ausrangierter Sari (von der Mutter meines indischen Freundes) haben für mehrere Kissen, einen Sofaüberwurf und eben diese Rolle ausgereicht. Der Katze gefiel er auch, sie saß sofort darauf.

 

Wie haltet ihr eure Kreativ-Materialien in Ordnung?

Mit vielen Vorfrühlingsgrüßen!

Eure Eva

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