Wirsing-Ricotta-Ravioli

Wirsing-Ricotta-Ravioli

Es ist wieder Winterzeit in der Gemüseabteilung, mit jeder Menge Kohl und Wurzelgemüse. Auf den ersten Blick  etwas langweilig, aber daraus kann man auch jenseits von Kohlgemüse und Pellkartoffeln viel machen. Zum Beispiel Ravioli!

IMG_7858Ich liebe alles in der Kategorie gefüllte Nudeln, Dumplings, Maultaschen, etc, weil diese Gerichte ein Minimum an handwerklichem Geschick verlangen und ich so schon beim Essenkochen meine Portion Kreativ-Freude für den Tag bekomme. Außerdem wärmen sie einen auf unvergleichliche Weise von innen. Hier ist ein Rezept, das ich vor Kurzem von einem Raviolirezept mit Spinat abgewandelt habe, weil ich statt Spinat nur Wirsing im Haus hatte. Zu meiner Überraschung war der Wirsing nicht nur ergiebiger als der Spinat, die Füllung schmeckte auch sehr gut und hatte mehr Biss als mit Spinat. Das gibt es bei uns jetzt öfter!

Zutaten für 4 Portionen:

Für die Füllung:
  • 1/2 Kopf Wirsingkohl (ca. 500g)
  • 50 g Pinienkerne
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 ml Wasser
  • 1 Becher Ricotta (200g)
  • 1 TL getrockneter Basilikum
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1/2 TL getrockneter Thymian
  • 1/2 TL getrockenter Oregano
  • 1/2 TL gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 50g geriebener Parmesan
  • Salz – nach Geschmack
Für den Teig:
  • 250 g Mehl (am besten Type 00)
  • 2 Eier
  • 1 EL Olivenöl
  • 4-6 EL Wasser
  • 1 TL Salz

Zubereitung

IMG_7850Für die Füllung:
  1. Wirsingblätter vom Kopf entfernen. Blätter halbieren, die holzige Mittelrippe entfernen und das Blatt in ca. 3-5mm breite Streifen schneiden. Zwiebel fein schneiden.
  2. Pinienkerne in einer trockenen Pfanne (mit möglichst hohen Wänden, damit man sie anschließend für den Kohl verwenden kann) anrösten, bis sie leicht gebräunt sind und anfangen zu duften. In ein Schälchen schütten und zur Seite stellen.
  3. In der Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln anbraten.
  4. Sobald die Zwiebeln leicht gebräunt sind, Wirsingkohl in die Pfanne geben und kurz mitbraten. (Wenn man nur eine Pfanne mit niedrigen Wänden hat, den Wirsing portionsweise zugeben und zusammenfallen lassen, dann die nächste Portion, etc…)
  5. 200 ml Wasser dazugeben, mit einem Deckel halb abdecken und wenige Minuten köcheln lassen, bis der Wirsing zusammengefallen ist.
  6. Jetzt den Ricotta dazugeben und verrühren.
  7. Rosmarinnadeln vom Zweig abstreifen, grob hacken und unterrühren.
  8. Mit Pfeffer, Salz und den anderen Gewürzen (Basilikum, Thymian, Oregano) abschmecken. Geriebenen Parmesan unterrühren. Pinienkerne dazugeben und gut vermischen.
  9. Füllung vom Herd nehmen und zur leichteren Verarbeitung abkühlen lassen, während man den Teig zubereitet.
Für den Teig:
  1. Mehl in einem kleinen Haufen auf die Arbeitsplatte schütten, eine kleine Mulde formen.
  2. Eier aufschlagen und in die Mulde schütten. Olivenöl, Salz, 4 EL kaltes Wasser dazugeben.
  3. Alles gut zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Nicht zu lange kneten, weil der Teig sonst sehr klebrig wird. Falls der Teig zu bröselig wird, noch 1-2 weitere EL Wasser dazugeben. Falls er zu feucht ist, noch 1-2 EL Mehl dazugeben.
  4. Teigkugel mit einem feuchten Tuch abdecken, wenn sie nicht verwendet wird – der Teig sollte nicht austrocknen.
Und jetzt die Ravioli:
  1. Teig in vier Kugeln aufteilen und portionsweise auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Wenn man eine Nudelmaschine hat, kann man den Teig hiermit flach walzen. Dazu eine Teigkugel erst 3-4 Mal durch die Walze mit der größten Dickeneinstellung drehen, dann schrittweise dünner ausrollen, bis man eine Dicke von 3mm erreicht hat.
  2. Auf einer Teigplatte kleine Häufchen von je 1 EL Füllung setzen, mit ca. 3 cm Abstand zwischen den Häufchen.
  3. Mit einer zweiten Teigplatte lose abdecken und den Teig rund um die Häufchen andrücken. Mit einem Messer oder Teigrädchen den Teig rund um die Häufchen  einschneiden, sodass sich viereckige Ravioli ergeben.
  4. Bei jedem Raviolo die Teigecken noch einmal mit einer Gabel fest zusammendrücken, damit beim Kochen nichts aufplatzt. Die Ravioli zur Aufbewahrung auf ein gut bemehltes Küchenbrett legen, damit sie nicht ankleben können.
  5. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Ravioli portionsweise mit einem Löffel oder einer Schaumkelle ins kochende Wasser geben und 3-4 Minuten kochen, bis sie an die Oberfläche schwimmen.
  6. Die Ravioli mit Schaumkelle oder Sieb aus dem Wasser fischen, auf angewärmte Teller geben und pur oder mit etwas Olivenöl, Pfeffer und Basilikum garniert servieren.

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Guten Appetit!

 

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